Löten am
Hue Lightstrip

Mit circa 25 Euro je Meter ist der Philips Hue Lightstrip plus nicht gerade Günstig. Daher wäre es doch schön nicht benötigte Segmente (á 33 cm) an anderer Stelle wieder verwenden zu können.
Möchte man dies tun sind eigentlich nur zwei Arbeitsschritte erforderlich. Zuerst muss man den Strip so trennen, dass überhaupt die Möglichkeit besteht die Segmente wieder verwenden zu können. Dies macht man am besten mit einem Lötkolben und nicht mit der Schere, wie es Philips empfiehlt. Jeder Strip, egal ob 2 m oder 1 m ist aus einzelnen Segmenten, á 33 cm, zusammen gelötet. Die Trenn- beziehungsweise Lötstellen befinden sich direkt neben der vorgesehenen Schnittmarkierung.
Der zweite Schritt besteht dann im Anbringen der Stiftleiste, für den Anschluss in Richtung Controller oder der Buchsenleiste für die dem Controller abgewandte Seite.

Trennen der Segmente

Der Lötvorgang sollte möglichst zügig durchgeführt werden, so lassen sich etwaige Hitzeschäden am Strip vermeiden.
Durch die gestufte Auflage kann man sicher stellen, dass auf den Strip keine unnötige Kraft wirkt, welche im schlimmsten Fall zur Ablösung der heißen Kupferbahnen führen könnte.

Löten - Wie und wommit?

Sicher kann man über das Löten Seiten, wenn nicht gar Bücher schreiben, was hier ganz sicher den Rahmen sprengen würde. Dennoch möchte ich kurz auf ein paar wichtige Grundlagen eingehen.
Zuerst einmal benötigt man das richtige Werkzeug und Material um saubere und ordentliche Lötverbindungen herstellen zu können.

Lötstation

Werkzeug ist natürlich der Lötkolben selber, doch was für einen nimmt man als Hobbybastler? Meine Empfehlung geht hier klar weg, vom einfachen Baumarkt-Gerät mit direkten 230 V Anschluss, was eher an Werkzeug für den Dachdecker erinnert. Doch auch mit einer no-Name Lötstation mit utopischer Leistungsangabe kann man schnell in die Verzweiflung geraten. Schlüsselmerkmale einer guten Lötstation/Lötkolben sind eine schnelle und genaue Temperaturregelung, einhergehend damit sind ein leistungsstarkes Heizelement im Kolben und eine gut angekoppelte Lötspitze. Nur so kann sichergestellt werden, dass an der Lötstelle immer die korrekte Temperatur ankommt. Für eine Station welche diese Eigenschaften vollumfänglich erfüllt muss man jedoch 100 Euro investieren. Meine absolute Empfehlung ist hier die ERSA Analog 60. Dieses Modell war auch meine erste Lötstation, welche mir heute, nach über 17 Jahren, noch immer treue Dienste leistet und hauptsächlich mobil zum Einsatz kommt.

Lötspitze

Neben dem Lötkolben ist die Lötspitze von maßgeblicher Bedeutung für akkurate Resultate. Wie oben schon erwähnt muss sie von hoher Qualität sein, sodass die bereit gestellte Wärme schnell zur Lötstelle geleitet werden kann. Zudem muss sie sich gut mit Lötzinn benetzen lassen. Um ausreichend Lötzinn aufnehmen zu können empfiehlt sich der Einsatz einer Spitze in Meißelform, vergleichbar mit der Form eines Schlitzschraubendrehers. Standard-Spitze beim genannten der genannten Analog 60 ist eine ERSADUR Dauerlötspitze meißelförmig 2,2 mm, welche uneingeschränkt zu empfehlen ist. Da Reinigung mit wasserbenetzen Schwämmen immer mit Korrosion verbunden ist. Sollte zur Reinigung von Dauerlötspitzen ein Trockenschwamm (Metallwolle) bevorzugt werden.

Lötzinn

Nachdem die Werkzeugfrage geklärt ist, geht’s mit dem Material weiter. Wobei man hier nur eins braucht – das richtige Lötzinn. Doch was ist „richtiges Lötzinn“? Richtig in der Elektronik aber auch beim reinen Verarbeiten von Steckern und Leitungen ist ein Lötzinn, welches nach dem Lötvorgang keine korrosiven Rückstände hinterlässt. Im Fachchargon wird dies meist mit dem Zusatz „no clean“ bezeichnet. Zudem hat man im Hobbybereich noch die Möglichkeit zwischen bleihaltigen und bleifreien Lot zu wählen. Lot mit Bleianteil hat bessere Fleißeigenschaften und eine geringere Schmelztemperatur, beides Eigenschaften die einem Löt-Anfänger die Verarbeitung erleichtern. Ein typisches Lötzinn für den Hobbyeinsatz ist das Stannol S-Sn60Pb39Cu1 1 mm, welches neben Zinn und Blei auch Kupfer, für die Verbessrung der elektrischen und thermischen Eigenschaften, enthält.

Lötvorgang

Der Lötvorgang an sich beginnt immer mit der Reinigung der Lötspitze. In den meisten Fällen ist es danach vom Vorteil, die Spitze wieder mit etwas frischen Zinn zu benetzen. Möchte man nun etwas ablöten muss die Lötstelle entsprechend erwärmt werden, um die Wärmeleitung zu verbessern kann man bei der Erwärmung noch frisches Lötzinn zuführen. Sobald das Zinn aufschwimmt können die Lötpartner getrennt werden. Beim verbinden zweier Lötpartner verhält es sich ähnlich. Meist ist es ratsam beide Partner einzeln zu verzinnen, ruhig auch mit etwas mehr Zinn. Die Partner können dann zusammen geführt werden und unter kurzer Wärmeeinbringung verlötet werden.
Abschließend sei zu sagen, Löten ist sicher eine Übungssache und man sollte bei den ersten Versuchen nicht gleich top Ergebnisse erwarten. Bevor man sich ans offene Herz wagt, kann man ruhig erstmal versuchen ein paar alte Kabel sauber zusammen zu löten.

Stiftleiste Anlöten

Stiftleiste zuerst an einem Pin anlöten, hierbei sollte sowohl der Pin an der Leiste als auch das Lötpad am Strip im Vorfeld mit Zinn versehen werden. Sollte das anlöten beim ersten mal nicht klappen (z.B. schief angelötet) so ist es einfach die Stiftleiste wieder zu entfernen und den Vorgang zu wiederholen.
Im Anschluss die Leiste durch Anlöten des letzten Pins fixieren, gegebenen Falls kann die genaue Position der Leiste, durch erneutes aufschmelzen der Lötstelle am ersten Pin, nochmals korrigiert werden. Danach die restlichen Pins fertig verlöten

Buchsenleiste Anlöten

Buchsenleiste zuerst an einem Pin anlöten, hierbei sollte sowohl der Pin an der Leiste als auch das Lötpad am Stripe im Vorfeld mit Lötzinn versehen werden. Sollte das anlöten beim ersten mal nicht klappen (z.B. schief angelötet) so ist es einfach die Buchsenleiste wieder zu entfernen und den Vorgang zu wiederholen.
Im Anschluss die Leiste durch Anlöten des letzten Pins fixieren, gegebenen Falls kann die genaue Position der Leiste, durch erneutes aufschmelzen der Lötstelle am ersten Pin, nochmals korrigiert werden. Danach die restlichen Pins fertig verlöten.

Hinweis zu den Leisten

Ein übliches Maß in der Elektronik ist 1/10 Zoll oder auch 2,54 mm. Sucht man jetzt nach Stift- oder Buchsenleisten findet man vorranging welche mit eben einem Raster von genau diesen 2,54 mm.
Für die Lightstrips plus benötigt man allerdings Leisten mit einem Rastermaß von 2,0 mm!

Verbindungskabel

Mit den selben Stift- und Buchsenleisten können natürlich auch Verbindungskabel hergestellt werden. Hier kann man zum einen Flachbandkabel oder aber auch Rundkabel verwenden. Sogar konventionelles Netzwerkkabel eignet sich dafür.

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