Drckhros Plattformpedal Review
Wie gut kann ein
Low Budget Pedal
sein?
Drckhros Plattformpedal
Ich bin seit ein paar Jahren aktiv als Produkttester für Amazon. Meist beschränke ich mich bei der Auswahl auf Produkte, wo man (als Hersteller) eigentlich nicht viel falsch machen kann. Die zum Testen verfügbaren technisch anspruchsvollen Produkte machen schnell schon beim lesen der Artikelbeschreibung einen nicht überzeugenden Eindruck, sodass ich davon eher Abstand halte.
Mit dem hier im Artikel vorgestellten Fahrrad Pedal betrete ich also Neuland. Auch wenn meine Pedale, welche ich in den letzten Jahren gefahren bin zum Teil das 10-fache kosten, konnte ich nicht wiederstehen.
Erster Eindruck
Nun soll es hier ja aber nicht um die Verpackung oder mitgeliefertes Werkzeug gehen, sondern um die Plattformpedale! Diese überzeugen direkte beim Auspacken mit einer hochwertigen Haptik. Der aus Kunststoff gefertigte Pedalkörper weist keine Grate oder andere Produktionsfehler auf. Die Achse lässt sich leichtgängig drehen, alle Pins sitzen fest und die rote Kappe am Ende der Achse setzt einen kleinen optischen Akzent. Ebenfalls positiv zu bewerten sind die angebrachten Schutzkappen auf den Achsgewinden.

Lieferumfang
Technische Daten
Ich fahre eine vergleichbare Pedalgröße und habe die Schuhgröße 45. Das Vergleichsfoto zeigt das Drckhros Pedal und ein Raceface Atlas Pedal, welches mein favorisiertes Pedal ist. Größenmäßig gibt es hier kaum Unterschiede.
Auch vom Gewicht her muss sich das aus Kunststoff gefertigte Pedal nicht verstecken, 143 g bringt es montagefertig auf die Waage. Leichtere Pedale gibt es sicherlich aber in dieser Größe und vor allem Preisklasse sind mir keine bekannt.
Die inneren Werte
An der Außenseite befindet ich ein Kugellager der Baugröße 686 (6 x 13 x 5 mm). Dieses wird im Pedalkörper durch die rot eloxierte Abdeckkappe axial fixiert. Achsseitig liegt das Lager innen fest an und wird außen durch eine Mutter, mit laufrichtungsgebundenem Gewinde, gespannt. Durch das Rechts- bzw. Linksgewinde wird die Gefahr des unbeabsichtigten Losdrehens der Mutter auf ein Minimum reduziert. Die Mutter wird gegen einen Absatz auf der Achse gezogen, sodass keine axialen Kräfte auf den Lagerinnenring wirken. Minimales axiales Spiel hat das Lager auf der Achse, dies lässt sich ohne Weiteres auch nicht einstellen. Die Konstruktion bietet den, in meinen Augen, Vorteil, dass der Pedalkörper in beide axialen Richtungen auf der Achse fixiert ist. Somit muss die Lagerung an der Kurbelseite keine axialen Kräfte aufnehmen. Hier kommt eine metallische Gleitlagerbuchse zum Einsatz, welche fest in den Kunststoffpedalkörper eingepresst ist. Bei beiden Pedalen war die für diese Lagerung (Metall auf Metall) erforderliche Schmierung, in vorm von Fett, ausreichend vorhanden. Gedichtet wird das Lager durch eine Gummimanschette, welche auf die Pedalachse aufgeschoben wird. Wie effektiv hier das Eindringen von Schmutz verhindert werden kann, muss sich in der Praxis zeigen.
Als Pins kommen M3 Schrauben zum Einsatz. Diese werden durch entsprechende Sechskantmuttern am Pedalkörper verschraubt. Sowohl die Schrauben (Pins) als auch die Muttern sind aus Edelstahl, somit sollte es hier keine Probleme mit Rost geben. Kritisch sehe ich allerdings die Führung der Muttern im Pedalkörper, die Muttern liegen in sechseckigen Taschen. Da der Kunststoff allerdings etwas elastisch ist, besteht die Gefahr, dass die Muttern durchdrehen. Gerade wenn das Gewinde der Pins (Schrauben) verschließen ist, wird das Drehmoment auf den Muttern deutlich höher sein. Aber auch hier wird die Praxis Klarheit schaffen, dieser Artikel wird dann entsprechend ergänzt.
Ab in den Wald







