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Tiki-Bar

Tiki Bar
selber bauen

Was ist überhaupt eine Tiki Bar?

Eine klare Definition gibt es hier sicherlich nicht. Die englischsprachige Wikipedia enthält jedoch einen Eintrag, welcher sinngemäß folgende Beschreibung enthält:

Eine Tiki-Bar ist ein exotisch anmutendes Trinklokal, in dem kunstvolle Cocktails serviert werden. Insbesondere auf Rum basierende Mischgetränke wie Mai Tai und Zombie-Cocktails. Tiki-Bars sind ästhetisch definiert durch ihr Dekor der Tiki-Kultur, das auf einer romantischen Vorstellung von tropischen Kulturen basiert. Einige Bars enthalten auch allgemeine nautische Themen oder Retro-Elemente aus dem frühen Atomzeitalter.

Von der Idee zur Bar

Hier geht es dem nächst weiter, bis dahin schonmal ein paar Fotos vom Aktuellen Fortschritt.
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Fragen, Anregungen, Kritik?

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Tiki Bar selber bauen

Meine Pumpenbox

Meine Pumpenbox

Regen, UV-Strahlung, Zugriffsschutz, Optik, Lautstärke… Gründe warum man seine Pooltechnik nicht einfach irgendwo in die Ecke stellen sollte oder will gibt es einige. Doch was macht man, wenn man auch so keine Möglichkeit hat die Technik im vorhandenen Gartenhaus unterzubringen?
Bei mir waren es eigentlich alle der genannten Gründe. Die Pumpe ist zwar Dicht und auch der Betrieb im Regen ist elektrisch unkritisch. Doch Regen ist oft sauer und greift Metalle somit schneller an als das pH-neutrale Poolwasser. UV-Strahlung macht Kunststoffe spröde und brüchig, was bei einer unter Druck stehenden Filteranlage sogar gefährlich werden kann. Neben der Sandfilteranlage benötigt man meist auch Platz zur Aufbewahrung von Poolpflegemitteln, welche natürlich gegen unbefugten Zugriff gesichert sein sollten. Umherliegenden Schläuche oder Kabel kann ich nicht leiden, auch nicht beim Pool und ästhetisch finde ich den Anblick der Poolpumpe und des Filterkessels auch nicht gerade. Zu guter Letzt dämmt eine Einhausung natürlich die Geräusche der Pumpe.

Ich habe mich für eine kleine Pumpenbox entschieden. Erst wollte ich selber etwas bauen – sicherlich die individuellste Lösung, preislich aber nicht interessant und doch recht aufwendig. Nach einer Internetrecherche ließen sich auch fertige Lösungen „speziell“ für die Unterbringung einer Sandfilteranlage und anderem Pool-Equipment finden. Preislich kommt man hier allerdings schnell in den 4-stelligen Bereich, womit diese Variante auch wieder an Attraktivität verlor. Schlussendlich bin ich dann zu den „Gartenschränken“ gekommen. Die Wahl fiel auf das Modell

Keter
Patio-Store

Für circa 250 Euro bekommt man hier eine hochwertige Box, welche aus stabilen doppelwandigen Kunststoffplatten besteht. Diese Platten sind von der Struktur her wie Holz gestaltet und lassen sich laut Hersteller auch Überstreichen. Durch die robuste Bauweise entfällt das zusätzliche Verkleiden der Innenwände mit Plattenware, alle Regale und Installationen können direkt angeschraubt werden. Zudem bietet der doppelwandige Aufbau eine erstaunlich gute Schalldämmung.
  • Einfach aufbaubar
  • Fassungsvolumen: ca. 1.000 Liter
  • bietet Platz für viele Gartenutensilien.Innen abmessungen (W x D x H): 130,5 x 66,0 x 115,0 cm
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Bodenplatte und Anschluss

Wie bereits geschrieben, möchte ich keine Rohrleitungen und elektrische Kabel umher liegen haben. Die Verbindung zwischen Pool und Filteranlage habe ich mit 50 mm PVC Flexschlauch hergestellt, dieser liegt unterirdisch im 75er Kabelschutzrohr. Für Poolbeleuchtung und Sensorik gehen zusätzlich zwei Schutzrohre mit 20 mm Durchmesser zum Pool. Strom und Datenleitung werden in die Pumpenbox ebenfalls durch die Bodenplatte eingeführt, hierzu liegen zwei weitere 25er Leerrohre bereit. Nachdem die Schutzrohre verlegt sind wurde die Bodenplatte in eine vorbereitetet Schalung gegossen. Besonderes Augenmerk sollte man auf die Verlegeradien der Flexschläuche legen, ein ausreichend tiefer Graben ist hier zwingend erforderlich, ansonsten kann der Schlauch abknicken.
  • Graben für die Verbindung zwischen Pool und Pumpenbox

  • Schalung für die Bodenplatte

  • Fertig gegossene Bodenplatte

Verrohrung und Einrichtung

Für die Filteranlage ist ein zusätzlicher absperrbarer Sauganschluss vorgesehen, hier kann direkt ein Saugschlauch angeschlossen werden. Außerdem gibt es vorbereitete Anschlüsse für den Bypass der Messkammer, für das EzoGateway. Verrohrt habe ich mit 50er PVC Rohr und Klebefittings, zum Kleben kann ich ausnahmslos den schnell trocknenden WDF-05 von Griffon empfehlen. Keine der 40 Klebestellen war unsauber oder undicht und ich bin bei Weitem kein Profi der sowas regelmäßig macht.

Neben der Sandfilteranlage soll in meiner Box benötigtes Pflegemittel und Reinigungszubehör aufbewahrt werden können. Für Chemikalien in den üblichen 1 l bzw. 1 kg Rundboxen habe ich ein Regal vorgesehen. Auf der Suche nach einer passenden Lösung bin ich dann auch die Idee gekommen das Regal einfach aus PVC Platten selber zu bauen. PVC Reiniger und Kleber ist vorhanden und Plattenzuschnitte in solch kleinen Größen kosten ein paar Euro. Angeschraubt ist das Regal mit Blechschrauben aus Edelstahl, direkt an die Wand der Box. Das wichtigste Werkzeug ist hier eindeutig der Handentgrater, hiermit lassen sich die gesägten PVC Platten im Handumdrehen mit einer schönen und gleichmäßigen Fase versehen. Bei zugeschnittenen Rohren gilt dies natürlich genauso.

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An der linken Seite ist ein Gardena Schlauchhalter montiert, hier wird ein 8 m Saugschlauch gelagert. Praktisch am Halter sind die Aufnahmen zum Einhängen von Gardena Systemzubehör.
Im unteren linken Teil fehlt aktuell noch eine Konsole auf, welcher größere Gebinde von Poolpflegemitteln (pH-Minus) Platz finden.

  • Verrohrte Filteranlage

    Verrohrt mit 50 mm PVC Rohr und Klebefittings
  • Geklebte PVC Regalkonsolen

  • Eingerichtete Box

    Noch nicht ganz fertig. Datenleitungen müssen noch verlegt werden und eine Kosole für die “großen” Pflegemitteleimer fehlen noch.

Elektroinstallation

Warnung

Nach Niederspannungs-Anschlussverordnung dürfen Arbeiten am elektrischen Versorgungsnetz nur durch ausgebildete Fachkräfte durchgeführt werden. Arbeiten als elektrotechnischer Laie können lebensgefährlich sein und im Schadensfall zur strafrechtlichen Verfolgung führen.
Aus diesem Gründen möchte ich hier keine detaillierte Anleitung geben, sondern meine Installation nur kurz vorstellen.

Zur Stromversorgung von Umwälzpumpe, Poolbeleuchtung und Sensorik habe ich in die Pumpenbox einen Kleinverteiler gesetzt. Dieser ist in der Schutzart IP65 (Schutz gegen Strahlwasser) ausgeführt, verfügt aber dennoch über eine Belüftung per Membran. Eine solche Belüftung ist bei dichten (IPx5) Gehäusen, welche im Außenbereich verbaut werden, absolut zu empfehlen, andernfalls bekommt man Probleme mit Kondenswasser im Gehäuse.

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Der Verteiler ist mit einem Fehlstromschutzschalter, Leitungsschutzschaltern und einem separaten Motorschutzschalter für die Umwälzpumpe ausgestattet. Der Motorschutzschalter erlaubt eine feine Absicherung der Pumpe unter Nennstrom.

Zum Anschluss der Geräte stehen drei Schuko-Steckdosen zur Verfügung, welche einzeln geschalten werden können. (Aktuell erfolgt die Schaltung noch nicht in der Verteilung in der Pumpenbox, sondern in der UV im Wohnhaus) Zur Umschaltung der Pumpenbetriebsart (AUTO – AUS – EIN) ist in der Box ein Knebelschalter installiert.

Pumpensteuerung

Für die tagesabhängige Pumpensteuerung nutze ich die Astrozeitschaltuhr TR 641 top2 von Theben. Gerade weil ich abends, nachdem der letzte Badegast aus dem Pool ist, das Wasser mindestens noch einmal Umwälzen/Filter möchte bot sich eine Zeitschaltuhr mit etwas umfangreicheren Programmiermöglichkeiten an. So kann ich die Pumpe täglich nach Sonnenuntergang (im Dunklen baden wir nur äußerst selten) nochmal für einen Sprint laufen lassen. Die anderen Sprints, morgens und mittags, laufen zu fixen Zeiten. Für den manuellen Eingriff gibt es zudem die Möglichkeit einen externen Taster/Schalter anzuschließen, dafür fehlt mir aber noch ein geeigneter Montageplatz. Aktuell haben ich in der Pumpenbox nur einen Umschalter für den Automatikbetrieb, per Zeitschaltuhr, Aus und Ein.

  • Programmieren Sie die digitale 1-Kanal-Zeitschaltuhr TR641 top2 mit Jahres- und Astroprogramm und 800 Speicherplätzen einfach am PC. Nutzen Sie die Programme über OBELISK top2 Speicherkarten (inkl. 2. steckbares Speicherprogramm, Kopieren von Programmen und Programmsicherung)
  • Setzen Sie die digitale Zeitschaltuhr TR641 top2 ganz flexibel zum zeit- bzw. astrogesteuerten Schalten u.a. von Straßen-, Schaufenster- oder Werbebeleuchtungen, zur Lichtsteuerung in und um öffentliche Gebäude und Parkhäuser ein
  • Genießen Sie umfangreiche Jahresuhrfunktionen wie 14 unterschiedliche Wochenprogramme mit Prioritätsstufen und Datumsbereichen, fixe und variable Feiertage, Programmsimulation im Uhren-Display sowie grafische Programmsimulationen mit Ganzjahresüberblick am PC
  • Nutzen Sie die astronomische Schaltfunktion mit automatischer Berechnung der Sonnenaufgangs-/Untergangszeiten für das ganze Jahr, programmierbaren Positionsdaten über Koordinaten oder Städteliste sowie programmierbaren, fixen EIN-AUS-Schaltungen (z.B. Nacht-Unterbrechung)
  • Profitieren Sie von der Nulldurchgangsschaltung und schalten Sie sogar LED-Leuchtmittel mit bis zu 200 Watt LED-Leistung absolut sicher
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Einpressgehäuse MR16 PM

Einpressgehäuse MR16 PM

Einbau ohne Montagerahmen

Der MDT Präsenzmelder MR-16 kommt im Gehäuse, welches den Einbau in üblichen Montagerahmen für MR-16 beziehungsweise GU10 Leuchtmittel ermöglicht. Der Melder an sich gefällt mir, sowohl von der Applikation, der gebotenen Funktionalität als auch von der Detektionssicherheit. Andere von mir getestete Präsenzmelder von GIRA und B.E.G. haben mich diesbezüglich nicht überzeugen können. Was mir beim MR-16 Melder allerdings nicht gefällt, ist genau das was ihn Letzen Endes einzigartig macht – der Zwang ihn in einen oben erwähnten Montagerahmen einzusetzen. Ein solcher Rahmen trägt immer auf und stört (für meine Begriffe) die optische Erscheinung.
Um den Melder dennoch nutzen und sicher verbauen zu können bin ich auf die Idee gekommen ihn ohne entsprechenden Rahmen direkt in eine mit Gipskarton abgehangene Decke zu montieren. Mit dem originalen Gehäuse funktioniert dies allerdings nicht, also muss ein neues Gehäuse her.

Neues 3D gedrucktes Gehäuse für den MR-16 Präsenzmelder zur Direktmontage in Gipskarton Platten.

  • CAD Rendering

    Die Innenkonturen wurden 1 zu 1 vom originalen Gehäuse übernommen.
  • Fertig aufgebauter Melder

    Durch den upside-down Druck hat der später sichtbare “Ring” eine feine strukturierte Oberfläche.
  • Testeinbau

    Montierter Melder in einer GK-Platte.
  • Rückseite

    Der Programmier-Taster ist nach wie vor von der Rückseite zugänglich.
  • Blick ins Innere

    Die Elektronik sitzt perfekt im neuen Gehäuse, deutlich sichtbar die 3 PIR Sensoren und der blaue NTC Temperaturfühler.
  • 3D Drucker

    Gedruckt sind die Gehäuse auf einem Prusa i3 MK3S.
Das neue Gehäuse ist mit 10 axial angeordneten Rippen versehen, welche nach hinten konisch zulaufen. Diese Rippen ermöglichen ein sicheres Einpressen in Gipskartonplatten. Kritisch ist jedoch die wiederholte Montage in einer bereits „eingekerbten Bohrung“, spätestens nach dem dritten Einsetzen ist kein sicherer Halt mehr gegeben und der Melder droht auch dem Loch zu rutschen. Im Regelfall gibt es allerdings auch keinen Grund den Melder nach der Montage wieder zu entnehmen.

Pool Überwachung

Pool
Überwachung

Erfassung und Bereitstellung der wichtigsten Wasserwerte im lokalen Netzwerk. Gemessen werden pH-Wert, Redox-Potential und Temperatur.
Über eine offene REST API können die Daten in verschiedenen Systemen weiter genutzt werden, alternativ wird eine Webinterface zur Anzeige und Konfiguration bereit gestellt.

EzoGateway

Open source UWP App, to brings the Atlas Scientific EZO™ devices in the Internet of Things. Per REST API you can fetch live measdata and calibrate connected sensors. Ideal for monitoring water quality in the pool.

Project on Github

Hardware

  • Raspberry Pi

    Als Basis dient ein Raspberry Pi mit Windows 10 IoT als Betriebssystem.
    Neben allen benötigten Hardware-Ressourcen, bringt das Raspberry mehr als ausreichend Rechenleistung mit, ist für den Hobbyanwender leicht konfigurierbar und kostet mit 30 Euro kein Vermögen.

  • Atlas Scientific EZO™ Module

    Die etwas diffizile Aufgabe der Wandlung der Ausgangssignale von ph- und Redox-Elektrode übernehmen die EZO™ Module der Firma Atlas Scientific. Diese Module implementieren nicht nur die Digitalisierung, sondern bieten auch Funktionalität zur Kalibrierung und zur Temperaturkompensation.
  • EzoGateway HAT

    a 100przt product

    Um die EZO™ Module sauber mit dem Raspberry Pi zu verbinden kommt eine HAT Erweiterung zum Einsatz. Zwei der auf dem HAT vorhandenen EZO™ Sockel sind elektrisch isoliert und somit für die Module zur pH- und Redox-Potential-Messung geeignet. Zudem verfügt das HAT über eine Spannungsversorgung und eine Mehrkanal 1-Wire-Bridge zum Anschluss günstiger Digital-Temperatursensoren.
  • Elektroden

    Als Elektroden zur pH-Wert- und Redox-Potential-Messung können alle gängigen Typen verwendet werden. Um Fehler zu vermeiden sollten sie jedoch bereits vom Hersteller mit einem BNC-Stecker einschließlich entsprechend langer Leitung versehen sein.
  • Temperaturfühler

    Die eingesetzte EZO™ RTD Schaltung unterstützt PT100 und PT1000 Widerstandsthermometer (RTD). Da der Anschluss am EZO™ Modul nur zweidrahtig erfolgt sollte jedoch unbedingt ein PT1000 verwendet werden, dieser muss auch mit einem BNC-Stecker versehen sein.
    Alternativ können günstige 1-wire Temperaturen am EzoGateway HAT genutz werden.

Software

Windows 10 IoT Core

Als Betriebssystem kommt Windows 10 IoT Core zum Einsatz. Dies ist frei verfügbar und lässt sich schnell und unkompliziert auf dem Raspberry Pi einrichten.
EzoGateway ist als UWP App in Visual Studio entwickelt.


EzoGateway – WebUI

Per Weboberfläche können wichtige Systemeinstellungen vorgenommen werden, Kalibrierungen durchgeführt werden und die aktuellen Messdaten in Echtzeit1 angezeigt werden.

1 Aktualisierung der Messwerte Wandlerbedingt mit ca. 900 ms


EzoGateway – API

Die Bedienung des EzoGateway kann vollständig über die integrierte REST API erfolgen. Neben den grundlegenden Funktionen, Messungen zu initiieren und die Messwerte auszugeben, lassen sich Systemzustände abfragen, Kalibrierungen durchführen, Einstellungen vornehmen und vieles mehr.

Das EzoGateway ist ein DIY Projekt, bestehend aus Hardware und Software, zur Messung der Wasserwerte pH, Redox-Potential (zur Rückführung auf ausreichend Chlor im Wasser) und der Temperatur, wie sie üblicherweise im privaten Pool von interesse sind.

pH-Wert und Redox-Potential messen

pH-Wert und
Redox-Potential
messen

Die EZO™ Serie von Atals Scientific umfasst verschiedene Messumformer zur Medienanalyse. Die Module verfügen über eine digitale Schnittstelle, welche wahlweise im UART oder I2C Modus betrieben werden kann. Über ein schlankes und gut dokumentiertes Protokoll können die Module schnell an die eigene Hardware adaptiert werden. Atals Scientific liefert neben der eigenetlichen Modul-Dokumentation einige Codebespiele für verschiedene Plattformen.

Als C# Enthusiast fehlte mir allerdings eine entsprechende .NET Implementierung. Aus diesem Grund ist die Bibliothek Rca.EzoDeviceLib entstanden. Die Bibliothek bildet den kompletten Funktionsumfang der EZO™ Module ab und nimmt den Anwender somit die gesamte Hardware-Kommunikation ab. Die EzoDeviceLib ist als UWP Dll angelegt und eigent sich somit für den Einsatz auf Windows IoT Systemen, wie dem Rasperry Pi.

Download

Der Sourcecode von Rca.EzoDeviceLib steht auf GitHub, zum freien Download zur Verfügung und wird auf Nuget als fertiges kompiliertes Paket angeboten.

Rca.EzoDeviceLib

Rca.EzoDeviceLib Nuget Paket

Root Zugriff

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Einschaltverhalten konfigurieren mit Hue2Json

Hue2Json

Das Tool Hue2Json unterstützt ab sofort die Möglichkeit das Einschaltverhalten konfigurieren zu können. Dieses Feature hat Philips mit den letzten Updates der Firmware auf Bridge und Leuchtmitteln/Lampen verfügbar gemacht. Genaue Beschreibung des Features gibt’s hier: Hue Einschaltverhalten konfigurieren. Eine App oder ein Programm, welches die Verwendung erlaubt, gibt es aktuell allerdings noch nicht für jedermann. Dies Ändert sich mit der Erweiterung in Hue2Json.

Was ist mit Einschaltverhalten gemeint?

Dieser Frage und einer Erklärung der verschiedenen Konfigurationsmöglichkeiten ist ein eigener Artikel gewidmet. Fabian von hueblog.de erklärt das Feature mit einem Video.

Das Startup-Feature (100prznt.de)

Letzter Zustand im Video (hueblog.de)

Download

Hue2Json steht auf GitHub, als fertig kompilierte Windows-Anwendung, zum freien Download zur Verfügung. Ab Version 1.0.89 kann das Einschaltverhalten konfiguriert werden.

Hue2Json

Bedienung

Nach dem Download sollten das Zip-Archiv in ein Verzeichnis mit Ausführungsrechten (zum Beispiel C:\Programme\Hue2Json) verschoben und entpackt werden. Anschließend kann die Datei Hue2Json.exe und damit die Anwendung direkt gestartet werden.

Über das Menu „Bridge“ kann jetzt die Suche nach verfügbaren Bridges gestartet werden, dazu die Schaltfläche „Bridge suchen“ wählen. Bei erstmaliger Verbindung mit der Bridge muss die Anwendung durch den Push-Button autorisiert werden. Ist dies erforderlich erscheint ein entsprechender Hinweisdialog.

Auf die zweite Tab-Seite „Leuchtmittel/Lampen“ wechseln. Sollten hier noch keine Leuchtmittel aufgeführt sein, können diese mit der Schaltfläche „Aktualisieren“ erneut von der Bridge abgefragt werden.

Mit einem Klick auf das entsprechende Leuchtmittel in der Übersichtsliste öffnet sich das Konfigurationsfenster für das Einschaltverhalten.

Nach entsprechender Auswahl kann die Konfiguration mit einem Klick auf „Übernehmen“ an die Bridge übertragen werden.

Das Programm sucht im eigenen Netzwerk nach der Philips Hue Bridge und baut eine Verbindung zu dieser auf.

In der Leuchtmittel und Lampen Übersicht kann das Einschaltverhalten für jedes Leuchtmittel individuell eingestellt werden.

Hue Einschaltverhalten konfigurieren

Startup Mode

Das wohl mit Abstand am meisten gewünschte Feature für das Philips Hue System ist da! Bereits seit Dezember 2014 wird im Philips eigenen Entwickler-Forum über das sogenannte Startup-Feature diskutiert. Anfang des Jahres, nach einem Tweet von Philips, nahm die Diskussion dann wieder Fahrt auf. So hieß es im Tweet, dass mit den Arbeiten an besagten Feature begonnen wurde.

Don't let your mood dip by a power cut. Introducing Power-on behavior to get back to your previous light settings. Available by the end of the year. #IFA2018 #HueatIFA pic.twitter.com/HzSmImY0xR— Philips Hue (@tweethue) 31. August 2018

We recognize that users want to have control over the current start-up behavior of our lights, so we are currently working on a solution to allow our users to choose their start-up light setting. More information will follow soon, so keep an eye on our app updates.— Philips Hue (@tweethue) 12. Januar 2018

Doch um was geht es eigentlich?

Es geht um die Möglichkeiten das Verhalten nach dem harten Einschalten der Hue Leuchtmittel und Lampen konfigurierbar zu machen. Bis dato war es so, dass ein Leuchtmittel oder eine Lampe bei Wiederkehr der Spannungsversorgung (zum Beispiel auch nach einem Stromausfall) an geht und hell leuchtet. Dieses Verhalten wurde von Seiten Philips immer wieder mit einer sicherheitsrelevanten Funktionalität begründet, sodass man im „Notfall“ die Möglichkeit hat, per normalen Lichtschalter das Licht einzuschalten. Doch heute, im Jahr 2018, in Zeiten wo die Zukunft des klassischen Lichtschalters schon fast ungewiss ist, kann auch Philips dieses Verhalten nicht mehr mit „Sicherheit“ begründen. Daher kommen wir nun wahrscheinlich auch in den Genuss, selber entscheiden zu dürfen, was unsere Leuchtmittel und Lampen bei Spannungswiederkehr tun sollen.

Es werden 4 verschiedene Konfigurationen angeboten

Die 4 Konfigurationen lassen sich wie folgt erklären. Mit Ein- bzw. Ausschalten ist in der Erklärung jeweils das ab- und zuschalten der Spannungsversorgung gemeint, also zum Beispiel das Schalten über den klassischen Lichtschalter.

Safety

Alles bleibt beim Alten. Nach dem Einschalten geht das Leuchtmittel an, mit 100 % Helligkeit und einer Farbtemperatur von 2700 K (Warmweiß).

Powerfail

Nach dem Einschalten nimmt das Leuchtmittel den Zustand an, welches es vor dem Ausschalten hatte. War es ausgeschalten bleibt es aus. Hat es mit 50 % Helligkeit rot geleuchtet, wird es nach dem Einschalten auch wieder mit 50 % Helligkeit rot leuchten.

LastOnState

Nach dem Einschalten geht das Leuchtmittel an, und zwar mit den Einstellungen, mit welchem es zuletzt geleuchtet hat. Auch wenn es vor dem Ausschalten schon aus war, werden die Einstellungen des letzten „leuchtenden Zustandes“ geladen.

Custom

Nach dem Einschalten geht das Leuchtmittel mit benutzerdefinierten Einstellung an. Es kann eine individuelle Farbe und Helligkeit eingestellt werden. Für einfache On/Off Leuchtmittel ist diese Konfigurationsart nicht verfügbar.

Wo finde ich die neuen Funktionen?

Im nächsten App-Update

Die Hardware, also Leuchtmittel, Lampen und Bridge, sind mit der aktuellen Firmware bereit zur Nutzung der neuen Funktionalität. Was jetzt noch fehlt sind die Apps. So gibt es aktuell (07.12.2018) noch keine App welche im Release eine Möglichkeit bietet das Einschaltverhalten zu konfigurieren. Doch die schon verfügbaren Release Candidates und Beta-Version zeigen, dass es sich hier nur noch um ein paar Tage handeln kann, bis die Funktionen in den allgemeinen Versionen angeboten werden.

Mit Hue2Json

Das Tool Hue2Json unterstützt ab sofort die Möglichkeit das Einschaltverhalten konfigurieren zu können. Mehr dazu im entsprechenden Artikel.

Einschaltverhalten konfigurieren mit Hue2Json

In der Hue-API

Programmierer und Nutzer der Hue-API können das Feature natürlich schon jetzt nutzen. Die erforderlichen Objekte sind seit der letzten API-Überarbeitung (1.28) dokumentiert. Vorrasusetzung zur Nutzung ist neben der aktuellen Bridge Firmware (1809121051), welche die API in Version 1.28 mitbringt, natürlich auch die neuste Version der Leuchtmittel-Firmware (1.46.13_r26312). Zu finden ist das Startup Objekt unter lights/<ID>/config/startup.

Der Zugriff auf das Startup Feature erfolgt über die Hue-API. Niek, vom Hue Developer Support, erklärt das Verhalten nochmal in diesem Posting:

Hi,
The API is explained here: https://developers.meethue.com/develop/hue-api/supported-devices/

Startup object attributes

Mode of the startup behavior
safety: lights go back to Philips “bright light” safety setting (100% brightness @ 2700K)
powerfail: light keeps the setting when power failed. If light was off it stays off
lastonstate: light keeps the setting when power failed. If light was off it returns to the last on state
custom: custom settings defined in custom settings. Will be automatically set when providing “customsettings”. Not available for “On/Off Light”

configured: true if the startup settings are committed to the device, false if not.
If this attribute is not present (<1.28) the bridge does not ensure the settings are committed.

API: Beispiel

Der folgende API-Call genügt um ein Leuchtmittel oder eine Lampe in der Powerfail Modus zu setzen. Anschließend bleibt das Leuchtmittel oder die Lampe, bei Wiederkehr der Versorgungsspannung im selben Zustand, welchen sie beim Abschalten der Spannungsversorgung hatte.
Solche einfachen Befehle können auch über den in der Bridge integrierten CLIP-Debugger gesendet werden. Eine kurze Anleitung dazu gibt es auf der Seite des Hue Developer Programms oder im Artikel Stromausfall Regel (welche im Übrigen jetzt so nicht mehr benötigt wird).

/api/<username>/lights/<id>

PUT

{ "config": { "startup": { "mode":"powerfail" } }}

Das passende Netzteil für den Lightstrip

Lightstrip Netzteil

Es gibt viele Gründe sich nach einem alternativen Netzteil für den Philips Hue Lightstrip plus umzusehen. Doch was kommt für welchen Anwendungsfall in Frage?

Controller ab 2019!

Offensichtlich hat sich was an den Controllern des Lightstrip plus geändert. So ist vermehrt zu hören, dass jetzt nicht nur das originale Netzteil fiept, sondern auch der Controller.
Leider begrenzen diese fiependen Controller die Leistung, somit kann man auch mit einem stärkeren Netzteil die Lichtleistung von langen Lightstrips nicht erhöhen.

Elektrotechnisch lässt sich das Fiepen wohl durch den diskontinuierlichen Betrieb der controllerinternen Endstufen (Step-Down-Wandler) erklären, hierbei wird durch senken der Schaltfrequenz die Leistung limitiert. Wird die Frequenz unter 20 kHz gesenkt, wird das “Schalten” hörbar.

Update vom 22. Mai 2019

Warum überhaupt eine Alternative zum OEM-Netzteil?

Leistung

Mit einer Nennleistung von gerade mal 20 Watt ist das Netzteil schon beim Anschluss von dem 2 m Basis-Strip überlastet. Ein Meter Lightsstrip plus hat (am Controller) eine maximale Leistungsaufnahme von 12,4 Watt, was nach Adam Ries 24,8 Watt für 2 m entspricht. Das Philips Netzteil liefert die Leistung, keine Frage, wird aber schon außerhalb der Spezifikation betrieben. Interessanter wird es erst, wenn man die eine oder andere Lightstrip-Extension anschließt. Ab circa 40 Watt Leistungsabgabe bricht die Spannung ein, was unweigerlich zur Reduktion der Leuchtstärke am Strip führt.

Messung am Lightstrip plus

Anschluss

Möchte man den Lightstrip plus fest installieren, zum Beispiel an einem vorhandenen Leuchtenauslass, ist ein entsprechend geeignetes Netzteil für die feste Installation eine gute Lösung.

Doch was für ein Netzteil verwendet man nun?

Bedenkenlos kann man hier Netzteile der HLG Serie der Firma Meanwell empfehlen. Nicht nur das diese Geräte zuverlässig und geräuschlos arbeiten, die HLG Serie entspricht zudem allen Normen, welche in Europa für Netzteile zur Versorgung von LED-Beleuchtungen gefordert werden.

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Leistungsübersicht in Abhängigkeit der Strip-Länge

Länge Gesamt Leistung Empfohlene Nennleistung des Netzteils
1 m 12,4 Watt 15 Watt
2 m 24,8 Watt 30 Watt
3 m 37,2 Watt 45 Watt
4 m 49,6 Watt 60 Watt Mean Well HLG-60H-24A
5 m 62 Watt 75 Watt Mean Well HLG-80H-24A
6 m 74,4 Watt 90 Watt Mean Well HLG-100H-24A
7 m 86,8 Watt 105 Watt
8 m 99,2 Watt 120 Watt Mean Well HLG-120H-24A
9 m 111,6 Watt 135 Watt
10 m 124 Watt 150 Watt Mean Well HLG-150H-24A
Die maximale Leistungsaufnahme hat der Lightstrip plus bei der Wiedergabe von warmweißen Farbtönen, hierbei werden alle der 5 LED-Typen angesteuert. Eine Messung ergibt einen nominalen Wert von 12,4 Watt/Meter Lightstrip plus. Dieser Wert ist Basis für die Dimensionierung des richtigen Netzteils. Auf den errechneten Wert für die entsprechende Länge (Länge [in m] x 12,4 W/m = Gesamtleistung [in W]) wird eine Leistungsreserve von 20 % aufgeschlagen um auf die Nennleistung des Netzteils zu kommen. Aufgrund der eingerechneten Leistungsreserve, kann die aufgenommene Leistung des Controllers vernachlässigt werden.
Kommt man nun auf einen errechneten Wert von 104 Watt (inkl. Leistungsreserve) bei einer maximalen Gesamtleistungsaufnahme von 87 Watt, könnte man auch ein Netzteil mit einer Nennleistung von 100 Watt einsetzen. Somit hätte man immer noch 15% Reserve.
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230 Volt – Lebensgefahr!

Der gezeigte Schaltplan zeigt schemenhaft die Installation. Als Elektrofachkraft sind mir die Risiken und Gefahren des elektrischen Stomes bekannt und ich warne elektroteschnische Laien ausdrücklich davor, hier selber Hand anzulegen.

Verdrahtung

Der Anschluss des Netzteils gestaltet sich (zumindest technisch) überaus einfach. Das Netzteil hat am Ausgang und der Controller am Eingang (da wo eigentlich das originale Netzteil angeschlossen ist) je zwei Adern (Plus und Minus), diese gilt es zu verbinden. Wichtig ist hierbei nur die korrekte Polung!

Polung

Achtung, der Philips Hue Lightstrip plus Controller reagiert Empfindlich auf falsch gepolte Versorgungsspannung.
Es sollte unbedingt die Polarität am originalen Netzteil nachgemessen werden und das neue Netzteil anschließend entsprechend verbunden werden.

Bei allen mir aktuell vorliegenden LS+ ist die Plus-Leitung durch einen grauen Strich (bzw. bei Rundkabel durch eine rote Ader) gekennzeichnet. Dies muss allerdings nicht immer so sein, es gibt auch Aussagen, dass anders gepolte Versionen im Umlauf sind.

Stromausfall-Regel

Stromausfall Regel

Mit “Opferlampe” nach Stromausfall alle Leuchtmittel wieder abschalten

Philips Hue Leuchtmittel sind nach dem anschalten der Stromversorgung immer an, bzw. leuchte in einer definierten Farbe und Helligkeit. Dies hat Vor- und Nachteile. Ein großer Nachteil macht sich zum Beispiel nach einem Stromausfall bemerkbar, denn dann leuchten alle Installierten Leuchtmittel, auch wenn es gerade mitten in der Nacht ist oder man für ein paar Wochen im Urlaub ist. Mit einer einfachen Regel lassen sich jedoch alle Leuchtmittel des Systems nach einem Stromausfall wieder abschalten. Benötigt wird dazu lediglich eine “Opferlampe”.

Die Funktionsweise ist recht einfach. Man installiert irgendwo eine sogenannte Opferlampe, welche ein ganz normales Philips Hue Leuchtmittel ist (Color, White, E14 oder E27 spielt dabei keine Rolle). Opfern daher, weil man sie für nichts anderes verwenden kann. Diese Lampe wird also in keine Szene eingebunden und auch nie an geschaltet. Nur nach einem Stromausfall wird sie angehen, bedingt durch die Tatsache das Leuchtmittel nach einschalten der Spannung eben immer angehen. Überwacht man (respektive eine Regel) nun genau diese Lampe, kann eine Aktion ausgelöst werden.

Wenn die eigene favorisierte App keine Möglichkeit bietet individuelle Regeln anzulegen und man auch deswegen nicht eine andere App verwenden möchte kann die Regel händisch angelegt werden. Dazu bedarf es nur den auf der Bridge integrierten API Debugger (Clip Debugger). Mithilfe dessen man vollen Zugriff auf die Programmierschnitstelle (API) der Bridge hat.

Inhalt / Vorgehensweise

IP der Bridge ermitteln

Clip API Debugger aufrufen

Anlegen eines Bridge-Users

ID der Opferlampe ermitteln

Regel erstellen

1. IP der Bridge ermitteln

Die IP der eigenen Bridge wird in den verschiedenen Apps (iConnectHue, all4hue, etc.) angezeigt. Oder man liest sie direkt am eigenen Router aus.

2. Clip API Debugger aufrufen

Der API Debugger lässt sich direkt über die IP der Bridge im Browser über folgende URL aufrufen. Der Platzhalter <IP der Bridge> ist durch die in Schritt 1 ermittelte IP der eigenen Bridge zu ersetzen.
http://<IP der Bridge>/debug/clip.html
Dies sollte man der Einfachheit halber am besten mit einem Computer machen. Ein Smartphone würde sicherlich auch gehen, nur wäre die Eingabe der nachfolgenden Befehle dann unter Umständen nicht so einfach möglich. Wichtig ist nur, dass sich der Computer im selben Netzwerk wie die Bridge befindet und ein aktueller Internetbrowser verwendet wird.

3. Anlegen eines Bridge-Users

Um Änderungen auf der Bridge vornehmen zu können bedarf es eines authentifizieren Users. Ein neuer User lässt sich mit folgenden Kommando anlegen. Zu spezifizieren ist ein Gerätename und ein “App-Name”. Als “App-Name” kann zum Beispiel mein_clip_user gewählt werden, wichtig ist das der Name keine Sonder- und/oder Leerzeichen enthält. Beim Gerätename kann zum Beispiel der Name des verwendeten Computer angegeben werden (ist aber nicht zwingend), im Beispiel unten ist Mein Computer angegeben. Der resultierende String (“mein_clip_user#Mein Computer”) setzt sich aus beiden Angaben zusammen, die Trennung erfolgt mit dem #-Zeichen, dieses Schema ist dringend einzuhalten.

URL (CLIP)
/api

Body
{“devicetype”:”mein_clip_user#Mein Computer”}

Method
POST

Als Antwort bekommt man zuerst eine Fehlermeldung mit dem Hinweis “link button not pressed”. Betätigt man nun den Bridge-Button und sendet die Anfrage POST erneut, bekommt man einen Username zugewisen. Diesen Username sollte man sich notieren, er kann auch für zukünftige Bridge-Zugriffe verwendet werden.

4. ID der Opferlampe ermitteln

Mit folgenden Kommando kann man eine Liste aller Leuchtmittel abrufen. Der Platzhalter <Username> ist durch den in Schritt 3 zugewiesenen Username zu ersetzen.

URL (CLIP)
/api/<Username>/lights

Body

Method
GET

In der Antwort auf das /lights Kommando sucht man nun nach der ID der Opferlampe. Die ID steht je vor dem Datenblock der entsprechenden Leuchtmittel. Im Datenblock selbst findet man den vergebenen Name. Die Antwort könnte beispielhaft wie folgt aussehen:

{
“1”: {
“state”: {
“on”: true,
“bri”: 144,
“hue”: 13088,
“sat”: 212,
“xy”: [0.5128,0.4147],
“ct”: 467,
“alert”: “none”,
“effect”: “none”,
“colormode”: “xy”,
“reachable”: true
},
“type”: “Extended color light”,
“name”: “Meine hue Lampe”,
“modelid”: “LCT001”,
“swversion”: “66009461”
},
“2”: {
“state”: {
“on”: false,
“bri”: 0,
“hue”: 0,
“sat”: 0,
“xy”: [0,0],
“ct”: 0,
“alert”: “none”,
“effect”: “none”,
“colormode”: “hs”,
“reachable”: true
},
“type”: “Extended color light”,
“name”: “Opferlampe”,
“modelid”: “LCT001”,
“swversion”: “66009461”
}
}

Im Beispiel oben hat das Leuchtmittel mit dem Name “Opferlampe” (“name”: “Opferlampe”,) also die ID 2.

5. Regel erstellen

Nun muss noch die eigentliche Regel angelegt werden. Eine Regel besteht immer aus Bedingungen und auszuführenden Aktionen. Bedingung ist in unserem Fall die eingeschaltete Opferlampe. Dazu wird der “On-State” abgefragt und auf “true” geprüft. Aktion wäre – alle Leuchtmittel im System ausschalten. Für den einfachen Zugriff auf alle Leuchtmittel im System gibt es auf der Bridge eine Gruppe mit der ID 0, diese ist immer vorhanden und muss nicht explizit angelegt werden, für diese Gruppe wird in der Regel-Aktion der “On-State” auf “false” gesetzt.

URL (CLIP)
/api/<Username>/rules

Body
Siehe unten

Method
POST

Der Body der anzulegenden Regel sieht wie folgt aus. Die ID der Opferlampe muss entsprechend angepasst werden. Im Code unten ist 42 als ID angegeben.

{
“name”:”Stromausfall”,
“conditions”:
[
{“address”:”/lights/42/state/on”,”operator”:”eq”,”value”:”true”}
],
“actions”:
[
{“address”:”/groups/0/action”,”method”:”PUT”, “body”:{“on”: false}}
]
}

Wenn die Regel erfolgreich angelegt wurde erhält man eine Bestätigung mit der ID der neuen Regel.

Weiterführende Links

Facebook-Gruppe über das Philips Hue System sowie kompatible Soft- und Hardware.

Umfangreiche Anleitung zur Verwendung des integrierten CLIP API Debuggers der Hue Bridge

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